10/01/2017


-skin tones-

Paradoxerweise findet sich die Betrachtung des Eigenen einer Person in unserer Gesellschaft häufig reduziert auf Äußerlichkeiten und bleibt dennoch ignorant gegenüber den vielfältigen Karnationen, die der Andere offenbart. 

Natascha Maier überwindet mit ihren jüngsten Arbeiten diese interpersonelle Distanz indem sie sich auf die Töne des menschlichen Körpers fokussiert. Ihre durch Mittel der Fotografie oder Malerei gemachten Studien der farblichen Nuancen des Fleisches schenken unserem größten Sinnesorgan bisher selten erbrachte Aufmerksamkeit. Fast scheint nicht die menschliche sondern die irdische Oberfläche abgebildet: Sanddünen, Gebirgsketten, Ozeane, entdeckt unter der Kleidung eines jeden von uns. 

Und wie auch diese natürlichen Gewalten von einer uralten, unbegreiflichen Unruhe angetrieben werden, können wir in Maiers Arbeiten die inwendigen, energetischen Antriebe jener Menschen erahnen, die sich unter der von ihr abgebildeten Hülle verbergen. Denn letztlich sprechen wir nicht mit unserer Haut, der Körper bleibt Gestalt unseres Geistes, jeder Fleischton bedarf einer Interpretation, jede Eigenheit begegnet ihrer Umwelt zunächst mit Stille, auf der Suche nach jemandem der sie erhört.

Maiers Arbeiten zeigen einen möglichen Perspektivwechsel, sodass wir beim nächsten Mal vielleicht sensibler gegenüber den Tönen der Haut sind, wenn wir einen Ozean unter einem Kleidungsstück entdecken. 

Text: Frauke Leonie Fichtner

11/17/2015






5/11/2014

together but miles apart

4/04/2014










11/08/2013

– fifty doors to leave your lover – 

Die heutige Gesellschaft ist voll von Möglichkeiten, die es fast unmöglich machen nur einen Weg zu gehen: Warum sich für einen Job entscheiden, wenn man mehrere haben kann? Warum eine Beziehung länger halten als sie funktioniert?

Kunst ist für viele Menschen eine Möglichkeit das Chaos im eigenen Kopf zu ordnen. Natascha Maier ist einer von diesen: Ihre Arbeiten haben einen starken Charakter mit klaren Strukturen und intensiven Farben. Sie arbeitet abstrakt, manchmal mit Schrift, oft nur mit Form und dennoch findet sich ein eigener Stil und jedes Werk hat seine eigene Konzeption.

50 Türen stehen offen für einen jungen Künstler, von hier aus in jede Richtung. Natascha nutzt das Symbol der Tür um die Flut an Möglichkeiten zu visualisieren, die einem jungen Menschen zur Verfügung stehen. Wie sagt man so schön: Mit jeder Tür, die sich öffnet, schließt sich eine andere. Dies scheint für heutige Gesellschaftsstrukturen mehr zu gelten denn je. Doch oft sind diese Türen nicht so leicht zu öffnen, wie suggeriert wird.

Nataschas Ausstellung bietet keinen Wegweiser, lediglich die Abbildung des Geistes einer jungen Frau, die sich entscheiden kann und muss.

Text: Frauke Leonie Fichtner
megalomaniac

completely incomplete

i heard that you like the bad girls honey, is that true?

like a drop in slow motion

i want to dive into your ocean

9/11/2013

because fuck you, that's why

5/24/2013




5/23/2013


5/22/2013